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Private Krankenversicherung stellt aktuelle Wachstumszahlen vor

Der Verband der privaten Krankenversicherung wiederspricht den Kritikern der PKV und präsentierte heute in Berlin die neusten Wachstumszahlen. Dennoch übersteigt die Zahl der Beitragspreller die Anzahl der Neukunden deutlich. Zuletzt gab es immer wieder Kritik am System der privaten Krankenversicherung. Nicht nur die satten Prämiensteigerung von mehr als 30 Prozent in manchen Tarifen gaben der Kritik Nahrung auch die stärker gestiegenen Arzneimittelausgaben in der privaten Krankenversicherung im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung sorgten für Aufregung. Doch dem wiederspricht nun der Verbandschef der PKV Reinhold Schulte und legt die aktuellen Wachstumszahlen vor. Nach Ausführungen Schultes haben die privaten Krankenversicherungen ihren Marktanteil im vergangenen Jahr weiter ausbauen können. Nach aktuellen Angaben zählte die private Krankenversicherung Ende 2011 nun knapp neun Millionen Vollversicherte (8,98 Millionen). Das sind gut 80.800 Vollversicherte mehr als noch 2010. Somit sind nun 11,3 Prozent der gesamten Bevölkerung privat versichert, so der Verbandschef heute in Berlin bei der Vorstellung der neusten Zahlen. 2,5 Prozent mehr Neukunden in den Krankenzusatzversicherungen Einen größeren Zuwachs konnten die privaten Krankenkassen bei den Krankenzusatzversicherungen verzeichnen. Hier konnten 2,5 Prozent mehr Neukunden gewonnen werden. Die PKV zählt somit jetzt 22,5 Millionen Kunden bei den Krankenzusatzversicherungen. Die private Krankenversicherung sieht sich dank der neuesten Zahlen bestärkt gegen die Kritik vieler Verbraucherschützer und Politiker die ein Ende der privaten Krankenversicherung fordern. Nach Ansicht Schultes ignorieren viele Kritiker des dualen Gesundheitssystems die volkswirtschaftlichen Probleme einer Einheitskrankenversicherung, die mit einer Abschaffung der privaten Krankenversicherung einhergehen würden. Der Verbandschef führte zu diesem Zweck das Beispiel Deutsche Bahn an: „Schafft man die erste Klasse ab, würde die zweite Klasse teurer“, so Schulte. Neue Anzeigenkampagne geschaltet Des Weiteren würde eine Abschaffung der privaten Krankenversicherung die flächendeckende Versorgung durch die niedergelassenen Mediziner gefährden. Zuletzt waren auch Gerüchte aufgekommen, dass es sogar innerhalb der Branche Zweifel am System der privaten Krankenversicherung gibt, diese wies Schulte aber scharf wieder zurück. Zu diesem Zweck habe die PKV nun eine neue Anzeigenkampagne geschaltet. Damit wollen die privaten Krankenkassen zeigen, dass sie geschlossen hinter der Vollversicherung der PKV stehen. Doch steht es wirklich so gut um die private Krankenversicherung, wie es uns der Verband weiß machen will? So spricht der Verband von knapp 81.000 Neuversicherten innerhalb eines Jahres, dem gegenüber stehen mehr 140.000 Versicherte, die mindestens drei Monate ihre Beiträge nicht mehr zahlen konnten. Der Schaden durch die Beitragspreller geht inzwischen in die Millionen. Nach Angaben der PKV verursachen sie einen Schaden von gut 500 Millionen Euro im Jahr. 20.000 neue Beitragspreller Ihr Anteil ist binnen einer Jahres um mehr als 20.000 gestiegen. Der Grund sind die drastischen Beitragserhöhungen. Wäre es möglich, würden auch viele Privatversicherte zurück in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Doch da der Privatversicherte einige Auflagen für einen Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenversicherung erfüllen muss, bleiben die meisten Versicherten „gefangen“ in der privaten Krankenversicherung. Auch was die privaten Krankenzusatzversicherungen angeht, sollten sich die privaten Krankenkassen nicht zu sehr auf ein Podest stellen, immerhin haben sie ihrem Zuwachs den gesetzlichen Krankenkassen zu verdanken, da sie leider keine Krankenzusatzversicherungen anbieten dürfen, somit hat die private Krankenversicherung ein Monopol auf die Krankenzusatzversicherungen.
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Mehr Beschwerden in der PKV Auch beschweren sich immer mehr Kunden über das System der privaten Krankenversicherung und ihren drastischen Beitragssteigerungen. Zwar mögen die Beitragserhöhungen im Schnitt nur bei zwei bis drei Prozent liegen, aber einer aktuellen Studie zufolge wurden gut 50 Prozent aller Tarife zum Jahreswechsel angehoben. So gibt es viele Tarife, wo keine Neukunden mehr aufgenommen werden, weil die Tarife in dieser Form nicht mehr existieren, somit müssen die steigenden Ausgaben in diesen Tarifen mit hohen Beitragsanpassungen aufgefangen werden.

19.04.2012

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