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Versorgungsstrukturgesetz soll Krankenkassenwechsel erleichtern

Das neue Versorgungsstrukturgesetz soll den Krankenkassen-Wechsel deutlich erleichtern. Lehnt die Krankenkasse jedoch einen Versicherten ab, muss sie mit einer Geldstrafe von bis zu 50.000 Euro pro Fall rechnen. Des Weiteren muss die Krankenkasse sich vor dem Bundesversicherungsamt rechtfertigen. Versicherte müssen zukünftig nur noch auf einem Blatt ankreuzen, zu welcher Krankenkasse sie wechseln wollen, den Rest muss die alte Krankenkasse erledigen.

Es ist ja bekannt dass das neue Versorgungsstrukturgesetz im kommenden Jahr kommen soll. Neben dem Ärztemangel auf dem Land soll in dem neuen Gesetz auch der Krankenkassen- Wechsel erleichtert werden. Außerdem sollen Krankenkassen ein Bußgeld zahlen müssen, wenn sie Versicherte abwimmeln, wie im Fall der pleitegegangenen Krankenkasse City BKK. Das Bußgeld könnte bei zu 50.000 Euro pro Fall liegen.

Desweiteren soll ein Mahngespräch mit der Aufsicht der gesetzlichen Krankenkassen, dem Bundesversicherungsamt, folgen. Gründe für einen Wechsel in eine andere gesetzliche Krankenkasse gibt es viele. Zum einen wenn Versicherte mit den Leistungen und dem Service nicht zufrieden sind, zum anderen wenn die Krankenkasse Pleite geht, wie im Fall der City BKK. Doch der häufigste Wechselgrund ist und bleibt wohl der Zusatzbeitrag.

Elf Krankenkassen mit Zusatzbeitrag

So erheben in der Zwischenzeit 11 gesetzliche Krankenkassen einen Zusatzbeitrag zwischen acht und fünfzehn Euro. Nicht selten führt es dazu dass Tausende ihrer angestammten Krankenkasse den Rücken kehren. Mit der DAK erhebt eine der größten Krankenkassen in Deutschland einen Zusatzbeitrag von acht Euro und das schon seit dem vergangenen Jahr. Seit diesem Zeitpunkt hat die Krankenkasse massiv Versicherte verloren.

Und jetzt hat auch noch ein Gericht festgestellt, dass die Krankenkasse nicht ausdrücklich genug auf das Sonderkündigungsrecht bei Zusatzbeiträgen hingewiesen hat und somit sind die Zusatzbeiträge nicht gerechtfertigt, ähnlich wie bei der City BKK. Der Gesetzgeber will nun aber den Wechsel der Versicherten erleichtern, dafür bekommt der Versicherungsnehmer ein Schriftstück zugesandt, wo er nur ankreuzen muss, zu welcher Krankenkasse er wechseln will, den Rest erledigt die alte Krankenkasse.

In einigen Jahren nur noch gut 100 Krankenkassen

Experten gehen in der Zwischenzeit davon aus, dass in den kommenden Jahren immer mehr Krankenkassen einen Zusatzbeitrag erheben werden. Welche Krankenkassen das allerdings sein werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abzusehen. Auch ist damit zu rechnen, dass in den nächsten Jahren weitere Krankenkassen Pleite gehen werden. Experten der Branche gehend davon aus, dass es in einigen Jahren nur noch gut 100 gesetzliche Krankenkassen geben wird.

Das neue Versorgungsstrukturgesetz, was in erster Linie den Ärztemangel auf dem Land, mit finanziellen Anreizen für junge Mediziner beseitigen will , soll mit 320 Millionen Euro zu Buche schlagen. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung geht allerdings davon aus, dass das neue Gesetz deutlich mehr Geld kosten wird. Am Ende könnte die hohen Kosten wieder der Versicherte tragen.

22.08.2011

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